
Wenn eine Sanierung, ein Verkauf oder ein technisches Problem ansteht, bleibt oft wenig Zeit, um Bestandsunterlagen zu suchen. Pläne liegen in Archivschachteln, Informationen sind auf verschiedene Planer verteilt, und manche Dokumente zeigen einen Zustand, den es längst nicht mehr gibt.
Wer über eine Investition entscheidet, muss dennoch Budget, Termine und den langfristigen Wert der Immobilie im Blick behalten. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Sind die Informationen rechtzeitig verfügbar, verständlich und verlässlich?
Ein Immobilienportfolio zu digitalisieren bedeutet nicht, für jedes Gebäude möglichst viele Daten oder ein 3D-Modell zu erstellen. Es bedeutet, die Grundlagen für kommende Entscheidungen vorzubereiten.
Wer Bestandsunterlagen erst zu Beginn eines Projekts prüft, verbringt oft wertvolle Zeit mit der Suche nach Plänen, dem Vergleich unterschiedlicher Versionen und der Klärung früherer Umbauten. Architekten und Fachplaner müssen dann unter Zeitdruck herausfinden, welchen Angaben sie vertrauen können.
Wer früher beginnt, kann Unterlagen sammeln, ordnen und prüfen. Fehlende Informationen werden sichtbar, bevor sie ein Projekt aufhalten. Das erleichtert den Unterhalt ebenso wie Sanierungen, Umnutzungen, technische Erneuerungen und Immobilientransaktionen.
Nicht jedes Gebäude braucht dieselbe Bearbeitungstiefe. Manchmal genügen gut strukturierte digitale Unterlagen. In anderen Fällen sind aktualisierte Pläne, eine Vermessung oder ein verlässliches 3D-Bestandsmodell erforderlich. Der Umfang richtet sich nach dem Gebäude und den Entscheidungen, die bevorstehen.
Eine Punktwolke erfasst die sichtbare Geometrie präzise. Bestandspläne und Umbauakten zeigen, wie ein Gebäude geplant und im Laufe der Zeit verändert wurde. Gezielte Untersuchungen können Fragen klären, die weder ein Scan noch vorhandene Dokumente beantworten.
Diese Quellen müssen fachlich geprüft und miteinander abgeglichen werden. Widersprüche sind zu klären; gesicherte Angaben und Annahmen müssen unterscheidbar bleiben. Ein gutes Bestandsmodell zeigt deshalb auch, wo noch Unsicherheit besteht.
Das ist besonders wichtig bei Eingriffen in die Tragstruktur, bei Fragen zur Fundation oder bei Massnahmen zur Erdbebensicherheit. Wird eine falsche Annahme erst spät erkannt, kann sie zusätzliche Untersuchungen, Umplanungen, Verzögerungen und höhere Kosten auslösen.
Gut strukturierte Gebäudedaten bleiben über ein einzelnes Projekt hinaus nützlich. Sie schaffen Kontinuität, wenn Mitarbeitende, Betreiber, Planer oder Dienstleister wechseln. Informationen sind auffindbar, ohne dass jedes neue Team die Geschichte eines Gebäudes erneut zusammensuchen muss.
Auch bei einem Verkauf helfen zugängliche und nachvollziehbare Unterlagen. Sie erleichtern die Prüfung einer Immobilie und können offene Fragen früh klären. Die Digitalisierung erhöht nicht automatisch den Verkaufspreis. Sie kann aber Unsicherheit reduzieren und das Vertrauen in die bereitgestellten Informationen stärken.
Der Leuenhof gehört zu den schönsten Jugendstilgebäuden der Stadt Zürich. Seine ursprünglichen Pläne stammen aus dem Jahr 1913. Als 2017 die Planung für die Erneuerung begann, lag mehr als ein Jahrhundert baulicher Veränderungen dazwischen.
BREON prüfte historische Pläne, verglich Unterlagen aus verschiedenen Zeitabschnitten und überführte die dokumentierten Veränderungen in ein präzises 3D-Bestandsmodell. Dieses diente den Fachplanern als gemeinsame Grundlage, unter anderem für die Gebäudetechnik sowie für Eingriffe in die Tragstruktur und Massnahmen zur Verbesserung der Erdbebensicherheit.
Über drei Jahre koordinierte das BREON-Team Tausende Details aus der Ferne. Während der Bauausführung erhielten wir keine Rückmeldung von der Baustelle, dass von BREON gelieferte Informationen falsch, unvollständig oder unklar seien. Das Gesamtprojekt Leuenhof wurde 2021 mit dem Swiss Building Award ausgezeichnet.
Sehen Sie, wie über 100 Jahre Baugeschichte für die Erneuerung des Leuenhofs zusammengeführt wurden.
BREON fragt zuerst, welche Informationen Eigentümer, Portfoliomanager und Planungsteams für ihre nächsten Entscheidungen benötigen. Daraus ergibt sich, welche Unterlagen aufbereitet, welche Bereiche untersucht und welche Gebäude modelliert werden sollten.
Das Ziel sind verlässliche Informationen, bevor sie dringend gebraucht werden.
Wie lange würde es heute dauern, die Grundlagen für Ihre nächste wichtige Gebäudeentscheidung zu finden und zu überprüfen?